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Karriere

In den späten 80ern und frühen 90ern habe ich mit meinem damaligen Septett "Blue Seven & The Ghosts" eine Polenreise unternommen, während derer wir in Krakau und Kattowitz u.a. bei einem Jazzfestival aufgetreten sind, was vom Polnischen Rundfunk live übertragen wurde. Mit derselben Formation gab es zwischen 1988 und 1992 auch mehrere Konzertmitschnitte für den WDR, den BR und den SR.

Der ungewöhnlichste Auftritt war wohl der, wo "Blue Seven & The Ghosts" unter der Rubrik "Stars von Morgen" im Sommer 1989 bei Wim Thoelkes "Der Große Preis" (ZDF) meine Komposition "Your Spring" uraufführten.

Das "Streetfighters Double Quartet" (Axel Dörner, Dieter Manderscheid, Matthias Bauer, Claudio Puntin, Matthias Schubert, Fritz Wittek und Ernst Bier) stand 1992 und 1993 für den WDR in mehreren Produktionen auf der Bühne. -- Mit "The Streetfighters Quartet" traten Axel Dörner, die in Paris residierenden US-Amerikaner Wayne Dockery, John Betsch und ich im selben Jahr im Amsterdamer Jazzclub "Bimhuis", dem "Jazzkeller Frankfurt" und dem Kölner "Stadtgarten" auf.

Im April 1995 bereiste ich als Mitglied der "Schäl Sick Brass Band" Marokko. Außerdem bin ich auch als Trompeter, Komponist und Darsteller im Rahmen mehrerer Theaterproduktionen in Erscheinung getreten. Eines dieser Stücke, Alessandro Bariccos "Novecento - Die Legende vom Ozeanpianisten" (mit dem Münsteraner Schauspieler Harald Redmer unter der Regie von Frank Heuel, Bonn) - wird Ende März 2011 in Münster wieder aufgenommen: http://www.pumpenhaus.de/index.php?content=veranstaltung&id=2238

In den Jahren 1995 und 1996 war ich Mitglied des "Berlin Contemporary Jazz Orchestra" unter Alexander von Schlippenbach.

Im Januar 1999 unternahm ich eine Studienreise nach New York und habe dort einige jazzhistorisch bedeutsame Stätten besucht. Darunter auch das frühere "Birdland" und das wiedereröffnete "Minton's Playhouse". Selbstverständlich habe ich während dieser zwei Wochen an vielen spätnächtlichen Jamsession teilgenommen. -- Eine weitere Studienreise folgte Ostern 2003. Diese führte mich nach New Orleans, wo ich u.a. das Jazzmuseum besuchte und auch das Wohnhaus eines der einflussreichsten Jazzkomponisten- und Pianisten, Ferdinand "Jelly Roll" Morton, fotografierte.

Wenn sich die Gelegenheit bot, habe ich immer - sei es privat oder auf Workshops - die persönliche Begegnung mit bedeutenden Jazzmusikern gesucht. Vor allem das Treffen mit Dizzy Gillespie im Oktober 1990 hat mich sehr inspiriert. Auch Steve Lacy, Lee Konitz, Kenny Wheeler, Enrico Rava, Dave Liebman und Clark Terry konnte ich persönlich kennenlernen. Die kleinen und großen Geschichten, die sie mir erzählt haben oder auch nur ihre Art zu Unterrichten haben mir den Weg gewiesen.

Ich bin eigentlich kein ausgesprochener Filmkomponist, sondern ich sehe mich selbst hauptsächlich als Jazzkomponist und Improvisator, der versucht, im Bewusstsein der Tradition seinen eigenen Weg zu gehen. -- Meinen Schülern und Studenten möchte ich ein möglichst lebendiges Bild der Jazzgeschichte und ihrer wichtigsten Protagonisten vermitteln.

Die Praxis, das Lernen und Spielen nach Gehör, steht dabei für mich im Vordergrund. "Learning by doing", "trial and error", intensives, den anderen und sich selbst Zuhören finde ich äußerst wichtig, wenn man auf seinem Instrument eine eigene Jazzsprache entwickeln will. Manchmal sind es nur Nuancen, die uns von anderen unterscheiden; das Kopieren eines anderen Musikers kann am Anfang stehen; denn nur von den besten Vorbildern können wir lernen, was es bedeutet, sich (jazz)musikalisch vollkommen auszudrücken.

Ein gesundes Konkurrenzdenken, das Sich-mit-anderen-messen kann eine individuelle Entwicklung nur fördern. Man muss auch manchmal ins kalte Wasser springen, selbst wenn einem ein genervter Drummer das Becken vor die Füße werfen sollte.